Montfort und Hohenlohe

MONTFORT

Der Hotelname entstammt zwei französischen Wörtern – mont (Berg) und fort (stark), also „starker Berg“ zusammen.  Das Hotel trägt den Namen der im Mittelalter erbauten Festung. Sie war die erste bekannte Siedlung des Deutschen Ritterordens im Heiligen Land in der Zeit der Kreuzfeldzüge ins Königreich Jerusalem.

Und was hat Tatranská Javorina und der Deutsche Ritterorden gemeinsam?

Zu den bedeutendsten Protagonisten des Deutschen Ritterordens zählte die breit verzweigte Fürstenfamilie Hohenlohe, deren Mitglied Kristian Kraft von Hohenlohe viel für die Entwicklung von Tatranská Javorina, Hohe Tatra und Belianske Tatry großen Verdienst hat.

CHRISTIAN KRAFT VON HOHENLOHE

Christian Kraft, der Prinz von Hohenlohe – Öhringen, Herzog von Ujest (1848 – 1926)

  • General, Politiker, Industrieller, Landbesitzer im Unter- und Oberschlesien und Ungarn, einschließlich Tatra. Er war einer der reichsten deutschen Adligen.
  • Er errichtete in Javorina die Direktion seiner europäischen Reviere und am 20. Juli 1885baute er sein Jägerschloss zu Ende (heute das Präsidentenschloss).
  • Am 24. 08. 1903 ließ der Fürst als Protestant trotzdem aber als Patron die neuerbaute Holzkirche der Heiligen Anna in Javorina einweihen. Der Protestant Kristian Kraft war gleichzeitig auch der Patron der katholischen Kirche in Ždiar.
  • Die Zeitzeugen stellten ihn zwar als einen sich seiner Stellung bewussten, jedoch im Wesen sehr zuvorkommenden und gerechten Menschen dar. Obwohl seine Zeitkenntnisse zum Naturschutz weit von den heutigen entfernt waren und sein Hauptinteresse die Jagd war, war das Land unter der Verwaltung von ihm selbst und seinem Personal bei der Gründung des Nationalschutzparks in der Tatra als auch ist bis heute der am besten erhaltene und wertvollste Teil des Nationalschutzparks TANAP. Darüber hinaus fanden „seine“ Maßnahmen zum Naturschutz allmählich auch im TANAP selbst Anwendung, aber sie erwiesen sich in den Naturparken der ganzen Welt auch funktionstüchtig. Die persönlichen Risse des Fürsten widerspiegeln sich in seinem Familienleben.
  • Als Protestant mit blauem Blut, viel älter konnte ohne Nachkommen sein ganzes Leben mit seiner jungen Lebensgefährtin, der unedlen Katholikin, der polnischen Künstlerin Otýlia Lubraniec – Dambská verbringen. So wie es damals üblich war, zuerst vermählte er sie mit dem Graphen Dambský und unmittelbar danach nahm er sie ach Javorina mit. Sie war die Wohltäterin für die Lokalbevölkerung und konnte bei seinem Mann für sie vieles veranlassen. Er ließ sie in 1922 nach ihrem Tod auf dem Friedhof in Javorina bestatten. Der Fürst Kristián fand seinen Platz nach Ableben im Alter 78 Jahre am 14. 05. 1926neben Otília in Javorina. Erbe seines Vermögens wurde der Cousin von Kristián, der Fürst August Kraft von Hohenlohe. Er jedoch, ohne jegliches Verhältnis zu diesem Vermögen, mit dem Daueraufenthalt in Ungarn, ignorierte es in den für Aristokraten nicht einfacher Zeit. Er kümmerte sich nicht um dessen Verwaltung, belastete es immer mehr mit Schulden als Folge der unterlassenen Steuern, bis er es schließlich dem Tschechoslowakischen Staat verkaufte